1.) Fethiye - Marmaris (40 sm)

Meine Segelyacht GLORIA , eine Bavaria 46 Cruiser BJ.2005, liegt in der ECE‐Marina in Fethiye und wird durch das Team von BBS‐Yachting bestens betreut.
Nachdem ich es im Herbst 2012 nicht geschafft hatte, mein Ziel ‐Nordzypern‐ zu erreichen (ein Motorschaden knapp vor Side hatte uns zur Aufgabe gezwungen), hatte ich es für 2013 wieder ins Auge gefasst.
Vorher war aber noch Marmaris, Bodrum und der Golf von Gökova eingeplant.
Am 8.6.2013 bin ich also von Wien nach Dalaman geflogen und war am Vormittag am Schiff. Eigentlich war es schon segelfertig, nur ein paar Kleinigkeiten musste ich noch durchchecken. Es hat sich herausgestellt, dass der Wassermacher leider einen Haarriss hatte, was auf der geplanten Reise mit wenig Wasserstankstellen eher unangenehm gewesen wäre, vor Allem , wenn Frauen an Bord sind.
Die nächste Reparaturmöglichkeit ist in Marmaris, wo ich aber sowieso vorbeifahren wollte.

Am  12.6.  ist  dann  auch  Franz,  mein  Mitsegler  für  die  nächsten  Tage, spätabends eingetroffen.

Als Ziel hatten wir Bodrum, da Franz am 19.6. den Rückflug von dort gebucht hatte.

Mitsegler Franz

Cicek Market

Nach dem Bunkern ( der Supermarkt in der Marina hat ziemlich ausgebaut und man bekommt fast alles und auch der gegenüberliegende Cicek Market ist gut sortiert) sind wir dann am Nachmittag Richtung West aufgebrochen.

Ziel war die Bucht Kumlu Bükü, ca. 5 sm südlich von Marmaris. Diese Bucht ist eine bessere Übernachtungsmöglichkeit, als z.B. die etwas  südlicher gelegene Caycagiz Koyu, da weniger überlaufen und auch in der Nacht besser anzusteuern.

Aber Achtung: der Ankergrund hält nur gut im südlichen Teil vor dem Yachtclub.

Da unterwegs starke Vibrationen zwischen 1.600 und 2.000 Umdrehungen bemerkbar waren, bin ich zur Schraube und habe die dort festgewachsenen Muscheln zu entfernen.
Natürlich hatte ich mein Tauchgerät, dass ich jahrelang umsonst mitgenommen hatte, diesmal in der Marina gelassen. Und so musste ich mich mit einem Stück Wasserschlauch begnügen (diese Methode empfehle ich aus Gesundheitsgründen niemand, die Taucher unter ihnen wissen, warum).

Den Abend haben wir bei Köfte und Rotwein (zu empfehlen ist der Sava, den es bei Carrefour zu sehr günstigen Preisen gibt) ausklingen lassen. Köfte

 

2.) Marmaris ‐ Symi (38 sm)

Am nächsten Tag sind wir sehr früh Richtung Marmaris aufgebrochen, wobei ich feststellen musste, dass auch die Wasserpumpe undicht war und der Motorraum voll Wasser stand.  In der Marina angekommen wurde dann leider von Volvo Marmaris festgestellt, dass man für die Reparatur des Wassermachers einen Ersatzteil aus Italien braucht und das ganze mindestens einen Monat brauchen wird.
Ich habe dann auch direkt in Neapel angerufen und vereinbart, dass der Teil per DHL nach Wien geschickt wird. Von dort konnte es ein Bekannter, der nach Bodrum kommen wollte, mitnehmen. Und bei der Rückfahrt wollte ich dann die Reparatur durchführen lassen.
Die Wasserpumpe konnte gleich repariert werden, es waren die Simmerringe kaputt.

Zur Marina: Für den Aufenthalt von 3 Stunden wurden 84 € verrechnet, ein stolzer Preis (2 Stunden hätten nur 42 € gekostet).

Zu empfehlen ist übrigens auch die Stadtmarina, die sich gleich neben der Nestel Marina befindet (die Tankstelle ist eigentlich in der Stadtmarina) und die wesentlich billiger ist und auch Wasser und Strom anbietet.

Um 14:00 sind wir dann , nach einem gemütlichen Mittagsessen, Richtung West aufgebrochen. Wind hatten wir leider bis dahin keinen.

Bucht Panormitis

Als Ziel war eine kleine Bucht auf Nisos Seskli, südlich von Symi, geplant. Leider war die Bucht ziemlich voll mit einheimischen Fischerbooten und wir haben dann, nach etlichen Ankerversuchen (der Anker hat nicht gehalten), in die wunderschöne Bucht Panormitis an der Südwestküste von Symi verlegt.

Diese Bucht ist sehr sicher, am Ufer gibt’s nur ein Restaurant, einen kleinen Laden und einen Bäcker. Das Kloster und die Kirche sind sehenswert.

Da das Restaurant nicht unbedingt empfehlenswert ist, haben wir wieder an Bord Risotto mit Pilzen gegessen. Auch wenn der Wassermacher kaputt war, hatten wir ausreichend Wein, Bier und andere Getränke an Bord.

3.) Symi ‐ Nisyros (40 sm)

Am nächsten Tag war um 05:00 Abfahrt Richtung Nisyros, wo wir um 10:00 im kleinen Hafen Palos vor Anker gingen.

Nisyros ist eines meiner Lieblingsziele in dieser Gegend, man kann dort viel unternehmen.
Nisyros
Nisyros Mopeds Auch diesmal ( Franz war zum ersten Mal hier) haben wir uns 2 Mopeds ausgeborgt und sind zum Vulkan gefahren.
 Am Kraterboden entweichen aus diversen Löchern heiße schwefelige Dämpfe.

 

Nisyros Krater

Nisyros Krater 

 

 Nisyros Krater Gottseidank waren wir früh da, denn eine halbe Stunde später kamen 10 Busse mit russischen Touristen, die mit Sandalen und Flipflops in den Krater steigen wollten. Da der Weg recht steil und nicht ausgebaut ist, hatten wir von oben noch recht interessante Anblicke.
 

Weiter gings dann in den Ort Nikea, von dem man einen wunderschönen Ausblick aufs Meer und den Vulkan hat.

Am Kirchenplatz wurde dann ein spätes Frühstück (oder Mittagessen?) mit viel Retsina bei meinem „Stammwirt“ eingenommen.

Recht gut gelaunt gings dann wieder hinunter (den Ort Emporio haben wir diesmal ausgelassen, obwohl auch sehenswert) Richtung Hauptort Mandraki. Sehr zu empfehlen ist noch ein Abstecher zur alten Festung (etwas ausserhalb von Mandraki) und ein kurzer Aufstieg zum Kloster (in Mandraki).

Dann mussten wir uns nach den Anstrengungen wieder mit viel Retsina stärken. Anschliessend gings wieder (langsam) Richtung Palos zum Schiff.

Diesmal haben wir in einem der 5 Restaurants (sind ziemlich alle gleich zu bewerten) gegessen, wieder mit Retsina, aber genau kann ich mich nicht mehr erinnern. (in Palos gibt’s übrigens auch einfache Einkaufsmöglichkeiten).

 

Nisyros

 Nisyros Kirchplatz

Nisyros Kirchplatz

 

 

4.)  Nisyros ‐ Cökertme (40 sm)

Am nächsten Tag sind wir um 07:30 losgefahren, Richtung NO, mit Ziel Cökertme.

Diesmal hatten wir Glück: Kurz nach dem Hafen ist ein günstiger Wind ( 6-7 Bf. aus West)  aufgekommen und wir konnten mit einem Schlag bis Cökertme mit bis zu 9 Knoten segeln. Ein herrlicher Segeltag!

unter Segeln 
 Cökertme Wir sind dann in der westlichen Ecke der Bucht vor Anker gegangen. Man kann dort auch an einem Steg vor einem Restaurant festmachen, aber ich bin lieber ohne Nachbarn vor Anker. Am Abend haben wir uns dann von einem der Boote der Restaurants abholen lassen. Bis jetzt bin ich immer zu Ibrahim gegangen. Aber diesmal war es nicht sehr gut, nächstes Mal probieren wir ein anderes Lokal.

5.)  Cökertme ‐ Yedi Adalar (12 sm)

Am nächsten Tag sind wir um 10:00 Richtung SO nach Yedi Adalar, wieder unter Segel, gefahren. 

Dort angekommen , haben wir in der Mitte der Bucht Sakli Koyu geankert ( mit 80 Meter Kette geht das problemlos. Achtung nur vor einer Untiefe im Osten der Bucht).

 Dann war Nichtstun angesagt ( dort kann man das noch geniessen: kein Handyempfang, kein Internet).

 Nach ausgiebigem Baden bei 29 Grad Wassertemperatur

29 °C Wassertemperatur
und Rundfahrt mit dem Beiboot bis in den letzten Winkel der Bucht Sakli Koyu
gab es ein üppiges Abendessen (Gulasch mit Knödel) bei einem wunderschönen Sonnenuntergang. Sonnenuntergang

 6.) Yedi Adalar ‐ Alakisla Buku (19 sm)

Abfahrt 08:00 Richtung WNW. Leider wieder Flaute, unter Anker, kein Windhauch und sehr heiss. Da gibt’s nur viel baden, ein kurzer Spaziergang am Strand mit mittelalterlichen Ruinen, Bier und wieder baden.

7.) Alakisa Buku ‐ Bodrum (15 sm) 

Bodrum 

Abfahrt 07:00, einen Liegeplatz in der Marina habe ich telefonisch reserviert, das ist in der Bodrum Marina empfehlenswert. 

Normalerweise versuche ich die hohen Marinakosten (102 €) zu vermeiden und ankere unmittelbar vor der Burg.

Da ich aber Wasser bunkern musste und das Schiff eine Entsalzung brauchte, habe wir uns entschlossen, an den Steg zu gehen.

Nach einem guten Abendessen ist dann Franz um 21:00 zum Flughafen gefahren. Jetzt hatte ich 9 Tage und etliche Seemeilen Zeit, denn die nächste Crew erwartet mich am 28.6. in Antalya.

8.)  Bodrum ‐ Kumlu Bükü (75 sm)

Bucht

Eine gemütliche Fahrt, teilweise mit achterlichem Wind und diesmal war Platz in der südlichen Bucht von Nisos Seskli (Symi).

Dort Mittagspause mit Schwimmen und neuerlichen Abtauchen der Schraube, da die Vibrationen nicht vollständig verschwunden waren. Eine einzige Muschel hat diesen unrunden Lauf verursacht.

Dann Weiterfahrt nach Kumlu Bükü ( wie schon vor ein paar Tagen). Wie immer Ankerplatz vor dem Yachtclub.

Am Abend dann eine Bohnensuppe mit ein paar Bier und nach dem langen Tag ab ins Bett.

9.)  Kumlu Bükü ‐ Marmaris ‐ BabaAdasi (45 sm) 

Ankunft vor Marmaris um 11:00, diesmal aber am Anker links von der Marina. Volvo hat das Ersatzteil eingebaut und ich habe den Mechaniker mit dem Beiboot zum Schiff und zurück gebracht. Immerhin ein paar Euro gespart.

Dann weiter um 16:00 teilweise mit WS 4 Richtung Baba Adasi, an um 20:00 , spiegelglattes Wasser, ganz ruhige Nacht.

10.) Baba Adasi ‐ Kastelorizon (75 sm)

Abfahrt 05:30, leider sehr unruhig, mittlere Wellen von StB und kein Wind. Keine angenehme Fahrt.

Und wieder  ein Flaggenwechsel.

Flaggenwechsel

Kastelorizon_1

Kastelorizon_2

Kastelorizon_3

Mit dem Beiboot in die Stadt, Kaffee, Kuchen und ein Schluck Retsina. Wer Kastelorizon nicht kennt, sollte es nicht auslassen. Ein typischer kleiner griechischer Hafen. Man kann auch problemlos im Hafen an den Kai gehen, sollte aber dann bei dem Restaurant, vor dem man liegt, auch essen gehen. Den Kai links sollte man meiden, da legen die Fähren aus der Türkei an und auch die Küstenwache liegt dort. Eine andere Möglichkeit gibt es auch noch: Ankern direkt in der SW‐Ecke das Hafens. Ein paar Yachten haben da immer Platz. Ich persönlich bevorzuge aber Mandraki, da ist es ruhiger und man ist mit dem Beiboot genauso schnell in der Stadt.

Kastelorizon_5
Oben am Hochplateau, zu dem man über 500 Treppen kommt,  Kastelorizon Treppen

gibts einen wunderbaren Rundumblick,

Kastelorizon Rundblick_1 Kastelorizon Rundblick_2

verfallene Klöster,

Kastelorizon Kloster_1 Kastelorizon Kloster_2

Kasterlorizon Straße

einen Flugplatz und eine Strasse, die ins Nichts führt. Wahrscheinlich war hier die EU‐Förderung aus.

Am nächsten Tag (23.6.) hat mich das dauernde Auf‐und Abfahren des Polizeibootes etwas verunsichert. Aber dann stellte sich heraus, dass es der Tag des Schwimmwettbewerbes Kastelorizon ‐ Kas war. 3,8 km, auch nicht ohne!

 

11.) Kastelorizon ‐ Kekova (15 sm)

Bei Flaute nach Kekova. Ankern gleich neben der neuen Marina in Ücagiz. Mehmet vom "Besten Koch Weit und Breit" (Ibrahim) holt mich zum Essen ab. Kekova

Ücagiz

Ücagiz

Ich kenne Ücagiz seit über 20 Jahren und es ist erstaunlich, wie sich dieser Ort entwickelt hat. Es gibt jetzt eine kleine Marina  mit Strom, Wasser und Allem was man sonst noch brauchen  kann.

Der Supermarkt hat eine beachtliche Größe erreicht, der Ort ist sauberer geworden.

Aber früher war es wesentlich uriger: Jeder Wirt hatte seinen eigenen wackeligen Steg, jedes einlaufende Schiff wurde mit viel Aktivität an den jeweiligen Steg „angelockt“. Seit damals sind wir immer bei Ibrahim gelandet und es hat sich eine gewisse Freundschaft entwickelt, die mir nicht erlaubt, andere Restaurants zu testen, obwohl die Werbung vielversprechend ist.

In Ücagiz kann man auch, wenn man Zeit und Mut hat, einen Friseurbesuch einplanen und anschliessend einen kleinen Landrundgang zu den Ruinen und Sarkophagen machen.

Ücagiz Friseur

Ücagiz

Ücagiz

Ibrahim (und auch die anderen Restaurantbesitzer) organisieren bei Bedarf Ausflüge zur Burgruine in Kalekoy (an der Einfahrt zur Lagune. Man kann dort auch noch bei den Restaurants an den Steg gehen) und auch nach Myra (heute Demre) mit einem gut erhaltenen Theater, den Felsengräbern und der berühmten Kirche St.Nikolaus.

Kalekoy

Kalekoy

St. Nikolaus

Myra Myra Myra

 

 

12.) Kekova ‐ Gökkaya Liman (3sm)
Diesmal ist ein Ruhetag angesagt und ich verlege nur 3 SM nach Osten in eine recht grosse Bucht ( eigentlich sind es mehrere Buchten).
Ein hervorragend geschützter Platz mit geringer Wassertiefe und gut haltendem Ankergrund.

13.)  Gökkaya Liman ‐ Cavus Liman ‐ Ceneviz Liman(45sm)
Nach einem gemütlichen Frühstück dann um 10:30 Abfahrt Richtung Cavus Liman. Leider wieder kein Wind, aber im Golf von Finike gibts meist interessante Begegnungen. Diesmal eine Delphinschule, die mich lange begleitet hat.

Delphin_1 Delphin_2 Delphin_3

 

In Cavus Liman angekommen war mir das Wasser zu unruhig und ich beschloss, weiterzufahren.

Da musste ich feststellen, dass der Dieselvorrat ziemlich niedrig war und ich bei weiterer windstille vielleicht Probleme hätte, die nächste Tankstelle zu erreichen (Kemer).

Ich hatte zwar 20 Liter Reserve im Kanister, trotzdem beschloss ich an Land zu gehen und weitere 20 Liter zu tanken. Ich hatte Glück am Strand ein Taxi zu finden, das mich die 10 km bis zur Tankstelle gefahren hat. Das Problem war allerdings dann, bei dem hohen Wellengang das Beiboot wieder flott zu machen. Ich konnte mich gottseidank an der Ankerkette eines Fischerbootes so weit vom Strand wegziehen, dass ich den Motor starten konnte. Nachträglich gesehen ein unnötiger Ausflug, da der Sprit problemlos bis Antalya gereicht hat. Trotzdem ein abwechslungsreicher Abstecher ins türkische Hinterland.

 Weiter ging es dann nordwärts bis Cineviz Liman, eine wunderschöne ruhige Bucht, nur nach Norden offen. Sehr ruhige Nacht auf spiegelglattem Wasser.

Cineviz Liman

 

Im Hintergrund sieht man den Tahtali Dag (Lykischer Olymp), mit 2.365 Metern einer der höchsten  Berge der Region. Man kann von Phaselis (siehe weiter unten) mit dem Taxi hinfahren und mit der Seilbahn hinauffahren. Ich habe es noch nie gemacht, aber ich komme ja sicher wieder.

 

Cineviz Liman

14.)  Ceneviz Liman ‐ Olympos ‐ Phaselis (15 sm)

Abfahrt 10:00 nur ums Eck nach Olympos. Geankert kann nur vor dem Strand werden, der Aufenthalt ist daher nicht zum Übernachten geeignet. Zu empfehlen ist ein Besuch am frühen Vormittag, bevor die auflandigen Wellen kommen.

Die Ruinen ziehen sich entlang beider Seiten eines jetzt kleinen Baches, der früher viel bedeutender gewesen sein muss, wenn man die Reste von Kaianlagen und Lagerhäusern betrachtet.

Am Endes Baches hat sich am Strand ein kleiner Tümpel mit eiskaltem Wasser gebildet, bei heissem Wetter eine willkommene Abkühlung.

Abkühlung

 

Auf beiden Seiten des Baches findet man verschieden gut erhaltene Ruinen verschiedener Perioden. Das ganze Ruinenfeld ist noch ziemlich überwachsen und man kann noch selbstständig manches noch selbst „entdecken“.

Ruinen_1 Ruinen_4 Ruinen_2 Ruinen_3 

 

Und weiter  geht's 14 sm nach Norden, nach Phaselis. Ankern nur im Südhafen zu empfehlen. Der Nordhafen ist nicht sauber wegen alter versunkener Molen. 

Dort ist es ein MUSS, die Ruinen mit der Prunkstraße , die den Südhafen mit dem Kriegshafen und dem Nordhafen verbindet, das Theater, die Bäder und den Aquädukt zu besichtigen.

Phaselis_1 Phaselis_2 Phaselis_3 Pgaselis_4 

Phaselis_5 Solche Mosaike lagen bis vor Kurzem noch ungeschützt am Boden. Heute sind sie mit Sand abgedeckt und nicht sichtbar (wenn man nicht weiß, wo sie sind).

 

Der erschöpfte Skipper nach dem fünfzigsten Besuch dieser faszinierenden Ausgrabungsstätte.

Wenn man noch Zeit und Lust hat, kann man auf der Westseite  der Bucht an Land gehen. Hinter  Bäumen versteckt liegt das Sundance Village, ein alternativer Öko-Club, wo man in herrlicher Naturkulisse ein Bier genießen oder auch essen kann. Sehr nettes Management.

Skipper

15.)  Phaselis ‐ Antalya (17 sm)

Abfahrt um 15:30, eine Stunde etwas Wind, dann Flaute. Ankern knapp vor der Celebi Marina, neben der Insel Sican Adasi. Ist aber nicht mehr zu empfehlen, da ich dort schon mehrmals bis zu drei Disco‐Schiffe in unmittelbarer Nähe hatte, die bis 04:00 Früh mit lauter Musik die Nacht verschönt haben. Da ist es schon besser, vor dem Strand rechts neben der Marina‐Einfahrt zu übernachten, wenn man sich eine Nacht in der Marina ersparen will.

Da ich schon per Mail (die Miete des W‐LAN Modems ist sehr zu empfehlen) einen Liegeplatz reserviert hatte, bin ich am nächsten Tag (Freitag 26.6.2013) in die Marina gefahren. Auch der per Mail bestellte Tankwagen ist pünktlich um 09:00 am Tank‐Ponton bereit gestanden, anschließend wurde ein Liegeplatz zugewiesen.

Das Personal ist sehr freundlich und hilfsbereit, trotzdem ist es sehr schade, dass man in der Stadt‐Marina von Antalya (Kaleici Marina) absolut keinen Platz mehr bekommt. Die war zwar nicht so luxuriös, doch man war in der Innenstadt und auch die Einkaufsmöglichkeiten waren sehr gut.

In dieser Hinsicht erinnert der Supermarkt in der Celebi‐Marina eher an den Ostblock, was das Angebot betrifft. Dafür hat man aber einen Swimming‐Pool und ein sehr teures Luxusrestaurant, in dem die Größe der Portionen nicht mit den Preisen und dem Hunger von Seebären korreliert.

16.)  Antalya ‐ Side (41 sm)

Side

Side

Nachdem die neue Crew, meine Frau Uli und unsere Freunde Renate und Karl, eingetroffen ist, sind wir am Samstag um 11:00 Richtung Side ausgelaufen, wo wir nach ereignisarmer und windlosen Fahrt um 16:00 angekommen sind.

Side hat einen sehr kleinen pittoresken Hafen fast direkt in der Altstadt. Auch in Side gibts Altes zu besichtigen. Leider war das sehenswerte Theater schon geschlossen, aber auch in der Altstadt gibt es Sehenswertes.

Nach einem recht gutem Essen in einem Restaurant abseits vom Hafen, hatten wir nur kurze Nachtruhe: Die obligatorische Disco war nur ca. 30 m vom Schiff entfernt und begleitete unsere Schlafversuche bis um 04.00. Ohropax gehört jetzt schon zur Notfallausrüstung meines Schiffes.

 

17.) Side - Zypern (150 sm)

Am Sonntag  gings dann um 11:00 los Richtung Zypern. Nach ein paar Stunden hatten wir aber recht hohe Wellen und kräftigen Wind  auf die Nase. Da wir nicht die ganze Nacht (Ankunft in Girne - früher Kyrenia - war für 08:00 berechnet) gegen Wind und Welle ankämpfen wollten, beschlossen wir nach Alanya abzudrehen. Gegen 17:00 drehte aber der Wind wieder auf SW und wir konnte die Fahrt Richtung Girne fortsetzen. Das Abendessen fand in einer nicht sehr gemütlichen Lage mit Kurs hart am Wind statt. 

Aber der Wind hat sich für uns gut entwickelt und wir fuhren mit 7‐8 Knoten durch die leider mondlose Nacht.

Am Montag um 08:30 waren wir fast planmäßig vor Girne. Nachdem wir uns per Funk angemeldet hatten (wir hatte auch diesmal unsere Ankunft per Mail angekündigt und wurden schon erwartet. Dies ist sehr empfehlenswert, da die „Marina“ sehr klein und gut gefüllt ist. Es war gerade ein Platz für uns freigehalten worden.

Wir fuhren zuerst zur Tankstelle, Diesel ist hier um ca. 40 % billiger, als am Festland, anschließend zu unserem Liegeplatz. Da der Wind immer noch mit WS 5 ‐ 6 durch die Marina pfiff (und natürlich von der Seite) und es keine Anlegehilfe gab, konnte ich mich nur mit dem Bug voraus in eine ca. 4 m breite Lücke quetschen (mein Schiff ist 4,30 m breit). Eigentlich hätten wir keine Festmacher gebraucht, so gut waren wir verkeilt. Aber das Aussteigen war dann etwas schwierig.

Die "Marina" selbst  ist nicht  sehr groß  und  liegt  in einer  Werft neben dem   Fährterminal,  in  dem   übrigens   die   sehr   skurrile   Einklarierung stattfand. Das Personal (eine  junge  Dame  in  der  Rezeption  und  ein „Mann für Alles“ (Tankwart, Stegmann usw.), mehr waren nicht da, ist freundlich und hilfsbereit.

Das Einklarieren war dann etwas schwierig, da  die unerwartet verlangte Ausklarierungsbestätigung aus der Türkei („ach so, sind wir hier nicht in der Türkei? Wieso wehen dann hier fast nur türkische Flaggen? Und es gilt die türkische Währung? Tut mir leid, ich wusste das nicht, sorry!“) natürlich fehlte. Nach ein paar Stunden waren wir aber dann doch um 11.30 Uhr offiziell in Nordzypern.

Girne_1

Girne_2

Nikosia

Wir fuhren dann mit dem Taxi nach Nikosia. Es ist immer wieder erschütternd, eine geteilte Stadt zu erleben. 3 Übergänge mit Passkontrolle auf beiden Seiten. Der griechische Teil (man verzeihe mir die manchmal politisch unkorrekte Bezeichnungen der Landesteile) sieht eher tot aus , mit Ausnahme einer kurzen Einkaufsstraße.

Im  türkischen Norden pulsiert das  Leben und  es  gibt viele moderne Lokale. Auch ein paar Sehenswürdigkeiten gibts auf dieser Seite. Alte Kerwanserei:

Kerwanserei Kerwanserei

 

Frühere Kathedrale, jetzt Moschee:

Moschee Moschee

Nach der Rückkehr nach Girne gönnten wir uns ein sehr gutes Abendessen  in  einem außergewöhnlichen Rahmen.  Das Restaurant in einem alten Kloster in zweiter  Reihe der Restaurants am alten Stadhafen, der übrigens knallvoll war, war hervorragend.

Ein  halbstündiger  Abendspaziergang  zurück  zum  Schiff  rundete  den Abend ab.

 

Girne

Girne

 

Wir hatten den Taxifahrer gleich für den nächsten Tag angeheuert und fuhren zur Burgruine oberhalb von Girne und zum Kloster Belpaes.

Girne Burgruine Kloster Belpaes

Am   Rückweg   konnten wir noch in einem sehr großen Supermarkt einkaufen. Übrigens gibts  in der Marina einen Laden, in dem man verschiedene Alkoholika sehr günstig kaufen kann. Raki oder Gin kosten 10 TL/Flasche, Bier ca. die Hälfte vom Festland.

Die Ausklarierung verlief dann sehr schnell und wir konnten um 14.30 auslaufen. Abendessen an Bord (nona, wo denn sonst?), bei Sonnenuntergang und Shrimps‐curry.

18.)  Girne ‐ Ceveniz Liman (150 sm)

Der Kurs war nach WNW geplant, das Ziel war Ceveniz Liman . Auch diesmal hatten wir Glück und konnten ca. 80 SM unter Segel mit bis zu 9 Knoten hart am Wind absolvieren. Ankunft war am Mittwoch um 12:00. 

Donnerstag legten wir einen Ruhetag mit Landgang in dieser schönen ruhigen Bucht ein. In ein paar Minuten kann man einen kleinen Hügel erklimmen von dem man einen schönen Rundblick in die südlich anschließende Bucht hat.

Brot

Brot

Da wir viel Zeit, aber kein Brot hatten, machte ich mich ans Backen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Ergebnis war recht akzeptabel.

19.) Ceveniz Liman ‐ Phaselis (10 sm)

Abfahrt 06:00 bei Flaute Richtung Nord. Diesmal wurde der Besuch von Olympos und der Ruinen von Phaselis gestrichen. Wahrscheinlich war die Crew von den anstrengenden Segelnächten noch erschöpft. Uli und ich fuhren in Phaselis nur zum Sundace Village. Ruhige Nacht.

20.) Phaselis ‐ Antalya (22 sm)

Da Renate und Karl uns am Sonntag verlassen mussten, fuhren wir nach Bestellung eines Liegeplatzes und des Tankwagens um 14:30 Richtung Celebi Marina ( Antalya), wo wir den Abend am Pool und beim Abendessen an Bord (Spaghetti aglio‐olio) und gutem Rotwein ausklingen ließen.

21.) Antalya ‐ Ceneviz Liman (38 sm)

Renate und Karl haben uns um 11:00 verlassen und wir fuhren zu zweit wieder einmal in die Bucht Ceneviz Liman gefahren. Man liegt dort eben fast immer sehr ruhig.

22.) Ceneviz Liman ‐ Gökkaya Liman (40 sm)

Abfahrt um 04:50 , Ankunft 10:15. Leider hielt die Flaute, die uns seit Antalya begleitete, weiter an und wir mussten die ganze Strecke unter Motor fahren.

Hier  in  einer  meiner  Lieblingsbuchten wollten  wir  bis  nächstem  Tag Nachmittag faulenzen, nur unterbrochen von einem  kurzen  Ausflug zur „Piraten Bar“, die in einem kleinen Seitenarm liegt.

23.) Gökkaya Liman ‐ Kekova (4 sm)

Um 16:00 verlegten wir dann ein paar Meilen nach Kekova zu Ibrahim, den „Besten Koch weit und breit“. Gut gegessen und ruhig geschlafen.

24.) Kekova ‐ Kastelorizon (15 sm)

Anker auf um 06:00, an Kastelorizon 09:00. Um 14:00 kam stärkerer Wind auf (WS 6) und wir konnten das Schiff nicht verlassen, um einen Stadtbummel  zu machen. Wir lagen auf 14 Meter Wassertiefe und trotz 80 Meter Kette war es zu riskant. Der Wind hätte ja auch noch stärker werden können.Wir haben den Nachmittag und Abend trotzdem genossen.

Am Donnerstag fuhren wir dann bei ruhigem Wetter mit dem Beiboot in die Stadt und haben ein recht gutes Frühstückslokal gefunden (Radio Cafe, am Kai Richtung Fährkai). Dann noch ein kurzer Einkauf ( Retsina bunkern).

Ab 14:00 kann wieder der starke Wind und wir blieben wieder an Bord.

25.) Kastelorizon ‐ Fethiye (50 sm)

Um den Wind und die Welle zu vermeiden sind wir schon um 04:00 aufgebrochen. Es wurde trotzdem eine bewegte Rückfahrt. Ankunft und Törnende nach 1.002 sm und 3 kg Gewichtszunahme um 17:00.

Fischmarkt Fethiye

Fischmarkt Fethiye

Und in Fethiye noch ein gutes Abschlussessen am Fischmarkt.
Und zum Schluss, ein Dankeschön an BBS ‐ Yachting, ohne deren guter Betreuung ich solche Törns nicht machen könnte. BBS Yachting