Nachstehend können Sie die Erlebnisse während der Überführung der Janina II von Slovenien in die Türkei nachlesen.
Mittwoch, 03.06.2009 16:00 Hafen Izola

Fahrt_1

Fahrt_2

Wir sind da. Nach 13 1/2 Stunden haben wir Izola erreicht. Allerdings ist die Janina II noch nicht da. Sie soll erst heute Nacht hier eintreffen. Die Spedition konnte nicht fahren, weil einige Tunnel für diese Art von Transporten heute zeitweise gesperrt waren.

Wir gehen jetzt ins Hotel.

Donnerstag, 04.06.2009 18:05 Uhr Hafen Isola

janinaii_ankunft

zuwasser_2

pizza in izola

Am Mittwoch fand noch ein gemeinsames Abendessen mit anschließender Lagebesprechung statt. Als wir auf dem Heimweg waren, haben wir gesehen, dass das Schiff endlich angekommen war. Es wurde aber nicht, wie uns zunächst mitgeteilt worden war, nachts, sondern erst am nächsten Morgen ins Wasser gelassen.
Am Donnerstag waren die Monteure der Firma Meltl waren sehr fleißig. Das Schiff wurde fertig aufgeriggt und segelfertig gestellt. Die nachträglichen Einbauten wurden ebenfalls so gut wie fertiggestellt.
Der Proviant für die Überfahrt ist auch schon gebunkert.
Morgen muss noch der Zoll abgewickelt werden. Diesel muss noch getankt werden. Dann kann es los gehen.

bimini_1

Samstag, den 06.06.2009 17:00 Uhr vor der italienischen Küste
Position 43°55.130 N 013°115.736 O
richtung_italien Wir sind am Freitag um 12:45 in Piran ausgelaufen mit Kurs 120 Grad.
Der Wind frischte über Nacht bis Stärke 7 auf. Der Mannschaft ging es nicht so gut. So entschlossen wir uns, hart am Wind Richtung Italien zu segeln. Falls notwendig, konnten wir so jederzeit einen sicheren Hafen anlaufen. Vor der Küste ließ der Wind aber nach. Nur noch 2 Windstärken. Unter Motor und mit der Genua als Stützsegel ging es weiter.
Sonntag, den 07.06.2009 17:00 Uhr
Position 42°03.008 N 016°01.368 O
Nach dem schwerem Anfang von gestern nun wieder die Aufheiterung beim Angeln. Provisorisch bastelt Rudolf eine türkische Angel. Ausgeworfen und die Wickel festgeklemmt warten wir auf Erfolg. angelversuche
Sonntag, den 07.06.2009 22:30 Uhr
Position 41°38.768 N 016°24.274 O
Plötzlich bleibt der Motor abrupt stehen. Die Schaltung lässt sich nicht auf Neutral stellen. Eine Untersuchung von Motor und Getriebeöl sowie dessen Temperatur war in Ordnung. Nach einigem Probieren lies sich der Leerlauf wieder einschalten. Der Motor konnte gestartet werden.

Wir entschlossen uns, den nächsten Hafen anzulaufen. Dies war problematisch, da der Wind gegen Null tendierte. Zwischendurch frischte der Wind wieder auf. So konnten wir den größten Teil der Strecke mit 4.5 Knoten zurücklegen. 4 Meilen vor dem Hafen Trani war dann wieder Flaute. Diese Zeit nutzten wir zum Bauen einer Taucherbrille aus einer Schutzbrille. Ob wir damit Erfolgreich sein werden, müssen wir noch testen.
Montag, den 08.06.2009 14:30 Uhr
Position 41°16.800 N 016°25.261O.
Fischernetz Die Maske funktionierte, jedoch war die Entfernung der Netzreste ohne Taucher nicht möglich.

Nach dem Einkaufen und Tanken um 18:15 abgelegt.
Dienstag, den 09.06.2009 20:00 Uhr
Position 39°33.565 N 019°21.567 O
Bis 11:00 Uhr spiegelglatte See. Super Wetter. Aufräumen und Schiffspflege war angesagt. Ab 11:30 Uhr die Segel gesetzt. Die Geschwindigkeit ist von 6.5 Knoten auf 7.5 - 8 Knoten gestiegen. Gegen Abend dann Raumschot gefahren. Die Fock dafür eingeholt.
Mittwoch, den 10.06.2009 19:00 Uhr
Position 38°19.048 N 021°46.498 O

Patras1

Über den Tag hin keine besonderen Vorkommnisse. Die See war sehr ruhig. Gelegentliche Windauffrischung verleitete uns immer wieder zum setzen der Segel. Mehr als 5 Knoten waren jedoch nicht möglich. So mussten wir den größten Teil der Strecke unter Motor fahren. Um 18:10 erreichen wir die Brücke von Patras. In meinen Augen ein imposantes Bauwerk. Jedoch wurde die Straße nicht viel benutzt.

 


Wir freuen uns auf die Straße von Corinth.

Patras2

Donnerstag, den 11.06.2009 09:05 Uhr
Position 37°54.991 N 023°00.552 O

Korinth

Um 09:05 Uhr haben wir die Straße von Korinth durchfahren. Wind bis dahin 1 Beaufort. Von dort aus sind wir in Richtung Hafen von Aigina gefahren. Alle Liegeplätze waren belegt. Der Versuch vor dem Hafen zu ankern misslang. Zunächst war der Anker fest, aber mit der Zeit konnten wir eine Schiffsbewegung sehen.
Der Wind blies von SSO 3 Beauforts.

Wir haben uns entschlossen, weiter nach Kithnos zu fahren, da Rudi diese Insel kennt. Dort wollen wir tanken und Lebensmittel kaufen.
Freitag, den 12.06.2009 19:05 Uhr
Position 37°12.570 N 025°09.510 O
Um 00:30 Uhr haben wir im Hafen von Kithnos geankert. Nach einer ruhigen Nacht haben wir am Morgen an einem freien Steg angelegt und anschließend 226 l Diesel getankt, Wasser nachgefüllt und noch fehlende Lebensmittel eingekauft. Gegen 11:00 Uhr abgelegt. Unterwegs mehrmals die Segel gesetzt und wieder weggenommen, da sich die Windstärke sich ständig änderte. Zwischen 1 und 4 Beaufort aus Richtung Nord.
Samstag, den 13.06.2009 19:00 Uhr
Position 36°30.586 N 027°33.220 O

Schlafen bei jedem Seegang und zu jeder Tageszeit ist Bedingung für diesen Törn.

Wir haben sonniges, gutes Segelwetter mit Windstärken um 4 - 5 aus Nord.

Zunächst haben wir mehrfach hin und her gerefft. Ab 09:30 Uhr ließen wir die Segel gerefft stehen. Zwischenzeitlich machten wir 8 Knoten fahrt. Im Schnitt 6 Knoten. Kurs halber Wind 80 Grad. Ziel die Spitze von Rhodos.

Immer wieder flaute der Wind ab. So mussten wir zwischenzeitlich den Motor nutzen. Gegen Abend blies der Wind aus WNW 6 Beaufort.

schlafen

Sonntag, den 14.06.2009 09:40 Uhr
Position 36°37.389 N 029°06.172 O
Am Sonntag Morgen um 09:40 Uhr wurden wir im Hafen von Fethiye empfangen. Die Freude auf das neue Schiff stand der Eigner-Familie ins Gesicht geschrieben. Nach Aussagen von Bernd seien sie schon in der Nacht auf- und abgelaufen. Letztendlich kann ich noch berichten, allen Beteiligten hat die Fahrt sehr gefallen. Die anfänglichen Schwierigkeiten sowie das Fischernetz in der Schraube waren schnell wieder vergessen. warten_aufs_schiff

Sonntag, den 14.06.2009 18:00 Uhr

Die Schifftaufe.

schifftaufe_janina2

taufe3

Die Schifftaufe darf bei keinem Schiff fehlen. Nach den Schwierigkeiten mit dem Fischernetz nahmen wir vorsorglich eine Nottaufe vor. Diese konnte natürlich die richtige Taufe nicht ersetzen. Die gesamte Mannschaft von BBS sowie die Crew waren bei der Taufe anwesend. Am Abend gab es noch ein gemeinschaftliches Abendessen. Zum Abschluss noch ein Schlummertrunk auf der Janina II.